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Der Sekt kann endlich auf grosser Bühne prickeln – Österreich macht es vor

Erschienen In: Neues

Es geht doch….Unsere Nachbarn in Österreich machen es uns vor.

Ende Oktober wurde mit einer grossen Sektgala die höchste Stufe der Sektklassifikation Österreichs „Sekt g.U Grosse Reserve“ vorgestellt. G.U bedeutet dabei, dass die Wein geschützten Ursprungs sind. Dabei orientieren sich die Österreicher am Vorbild Champagne und man kann sagen, dass hiermit die Sekte Österreichs in Bezug auf Qualitäten den Schaumweinmarkt neu aufmischen werden.

ÖsterreichKlassifikationSekt

 

Die Österreicher starteten bereits in 2015 mit einem Sektstatut und ab Herbst 2017 trat die unterste Kategorie Klassik sowie die mittlere Kategorie Reserve in Kraft.
2018 ist die Pyramide komplett und es können alle drei Stufen der Qualitätspyramide angeboten werden.
Alle Stufen umfassen weitere qualitätssichernde Standards im Weinberg, Ernte, Schütthöhe des Lesegutes, Pressung und Mostkriterien (Gewinnung des Traubensaftes).

Zum Vergleich in Deutschland wurde das Sekt-Statut erst 2018 nur durch den VDP (hier sind nicht alle wichtigen Flaschengärer Mitglieder!) eingeführt und orientiert sich an der Klassifikation der Stillweine, die wie folgt lautet:

• Gutssekt (mind. 15 Monate auf der Hefe)
• Ortssekt (mind. 15 Monate auf der Hefe)
• Sekt „Erste Lage“ (mind. 36 Monate auf der Hefe)
• Sekt „Grosser Lage“ (mind. 36 Monate auf der Hefe)

Die Traditionelle Flaschengärung ist für alle Kategorien Pflicht. Handlese, Ganztraubenpressung und die ausschliessliche Verwendung von eigenem Traubengut.

Man wird stutzig dabei, dass die Lagen für sehr gute Stillweine auch gute Schaumweine produzieren soll, werden doch besondere Anforderungen an eine Schaumweinlage gestellt. Es wird sich zeigen, ob das Konzept des VDP in Bezug auf Schaumwein aufgeht und die Qualitäten eingehalten werden können.

Der 22. Oktober wird der offizielle Tag des österreichischen Sekts.

Ja, die Aussichten stehen für den Sekt besonders in Österreich sehr, sehr gut – wir sind gespannt.

 

 

Quelle:

Photo by Franz Schekolin on Unsplash

Wie kam der Sekt zu seinem Namen?
Das neue Sektstatut des VDP