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Was hat Sekt mit Frühling zu tun?

Erschienen In: Basics | Neues

Rückblick in die Geschichte der Sektherstellung

Im Europa des 14. Jahrhunderts wurden blubbernde Weine als ein Zeichen schlechter Weinherstellung betrachtet und niemand mochte diese leicht blubbernden Weine trinken.

In dieser Zeit fielen die Temperaturen im Winter regelmässig unter Null, so dass die Keller sehr kalt wurden und somit die Fermentierung in den Kellern zum Erliegen brachten. Fermentierung (Gärung) benennt den Prozess der Weinherstellung, der normalerweise ab circa 15 Grad (für Weissweine) stattfindet.

Sobald im Frühling die Temperaturen stiegen, geschah im Keller das Wunder: die Fermentierung setzte wieder ein. Das dabei im Übermass entstehende Kohlendioxid war also ein Nebenprodukt der Gärung, der den Inhalt in der Flasche vor sich hinblubbern ließ.

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Schaumweine entstanden durch einen Zufall

Manchmal erzeugten die Weine soviel Kohlendioxid, dass die damals noch dünnen Glasflaschen immer wieder explodierten. Erst 1668 entwickelte der Mönch Dom Pierre Pérignon die Gärungsmethode so weiter, das der richtige Schaumwein in einer zweiten Flaschengärung entstand. Die heute in der Schaumweinherstellung standardmässig eingesetzte Agraffe wird seinem Einfallsreichtum zugeschrieben. Dabei handelt es sich um einen Verschluss, der den Korken auch unter höchstem Innendruck in der Flasche hält. Zu seiner Zeit wurde allerdings eine Kordel verwendet, die am Flaschenhals fest gemacht wurde.

Nach diesem kleinen Rückblick in die Geschichte des Sektes, wisst Ihr was Frühling und Sekt verbindet. Also nehmt Euch einen Moment Zeit und begrüsst mit einem guten Sekt den Frühling, die Frische und die frohen Farben der Blumen!

Quelle:

Foto: Main Foto: Unsplash / Bubbles: Fotolia_71213275

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