Potsdam

SEKTMACHER der PFALZ (2)

Erschienen In: Neues | Pfalz

SEKTMACHER DER PFALZ – Für mich ist die Pfalz eine der lebendigsten Sektregionen in Deutschland. Eine Region, die sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht, sondern mit Schwung stetig weiter entwickelt. Gestandene Wein- und Sektgüter wie Andres & Mugler oder Wilhelmshof perfektionieren weiter ihre bereits exzellente Sektauswahl. Kreative Visionäre tun sich hervor, so setzt das Sekthaus Krack selbstbewusst nur auf Premium Sekt! Kein Wunder, dass sich die Stimme der Pfälzer Sektmacher in Deutschland besonders stark zeigt.

„Das Beste, was Ihrem Sekt passieren kann, ist der neue Staatsehrenpreis für Sekt 2020!“ Stolz bewirbt die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz den neu geschaffenen Staatsehrenpreis. (Quelle: Lwk-RLP)

Erklärtes Ziel, handwerklich erzeugter Pfälzer Sekt mehr ins Rampenlicht zu rücken. Gerade bei Betrieben mit sehr hohen Qualitäten sind Schaumweine zu einem wichtigen Standbein in der Vermarktung geworden, mittlerweile beträgt der Sektanteil bis zu 15 % der Gesamtproduktion eines Weingutes.

Sektmacher der Pfalz: Deutsche Weinstrasse – Mittelhaardt

Deutsche Weinstrasse/ Mittelhaardt – Google maps – ©Nicole Wolbers

Aufgrund der Vielzahl an Wein- und Sektgütern in der Pfalz beschränke ich mich auf eine exquisite Auswahl und spreche am Ende unserer Reise weitere Empfehlungen aus. Daneben stellen sich einzelne Wein- und Sektgüter persönlich während der #sekttourdeutschland in separaten Artikeln vor. Damit es etwas geordneter auf der quirligen Sektreise zugeht, werde ich die Sektmacher aus der Pfalz von Nord nach Süd auflisten. So könnt Ihr die Reise besser entlang der Weinregionenkarte verfolgen.

Weingut Wageck Pfaffmann, Bissersheim

Den Anfang macht das Weingut Wageck Pfaffmann aus Bissersheim. Sicherlich kein Unbekanntes mehr – steht der Name Pfaffmann für eine lange Weinbautradition im Norden der Pfalz. Neue Wege können allerdings oft nur mit Veränderungen einhergehen. Unter dem Weingutsnamen Wageck-Pfaffmann verfolgen die Brüder Thomas und Frank Pfaffmann nun etwas ganz Eigenes. Klar getrennt ist die Premium Linie Wageck von der traditionellen Linie Pfaffmann. Nicht nur das Design ist auffallend, auch die sehr guten Qualitäten von Wein und Sekt!

Der Druckvolle: CUVÉE SEKT EXTRA BRUT 2013 (Ca. 20,- Euro)

Ein Cuvée aus 60 % Chardonnay, 20 % Pinot Noir und 20 % Pinot Meunier, welches mich sehr überzeugt hat. Vergoren werden die Grundweine im Barrique, einem Holzfass mit 225 Liter Fassungsvermögen und nach 36 Monaten auf der Hefe in kleinen Chargen degorgiert. Aktuell habe ich den im März (III) 2020 degorgierten Sekt im Glas.

„Das Bukett reicht von getrockneten Früchten, Lakritz bis hin zu erfrischenden Johannisbeeren. Der Wein ist wunderbar trocken und mineralisch am Gaumen (mit einem perfekt balancierten Säure-Süßespiel). Man schmeckt förmlich die lange Reifezeit in Form von Walnüssen, Karamell und Kompott, auch würzt immer wieder Lakritz das Cuvée. Ein dichter Sekt mit viel Druck und Länge! „

(Sektanfrage direkt beim Weingut Wageck – Fotos ©Wageck)

Alle Grundweine werden im Weingut selbst ausgebaut, die Versektung dagegen findet bei keinem geringem als Volker Raumland (Sekthaus Raumland) statt. Gelungenes Zusammenspiel der beiden Weingüter.

Weingut Eymann, Gönnheim

Von Bissersheim geht es weiter ins Weindorf Gönnheim, wo wir auf einen der Sektmacher Shootingstars aus der Pfalz treffen. Seinen klaren Stil verfolgend, hat sich Vincent Eymann vom gleichnamigen Weingut in der Sektszene seinen Platz erarbeitet. Schon seit 1980 zählt der Betrieb zu den ökologisch arbeitenden Kellereien in der Pfalz. Vincent Eymann, der das Weingut in der dritten Generation weiterführt, hat es noch stärker für die Zukunft fit gemacht. Der übliche Mischbetrieb wurde komplett eingestellt, die Rebsorten reduziert, sodass sein aktueller Fokus auf Riesling aber vor allen Dingen aufgrund der Bodenbeschaffenheit auf den Burgundersorten liegt. Die Böden rund um Gönnheim sind eher Löß- und kalkhaltig, eine Konstellation, die auch im Burgund für Topqualitäten sorgt. Damit die Weine einen großen Charakter zeigen, bewirtschaftet Eymann seine Weinberge seit langem biodynamisch (Demeter zertifiziert).

Bei meiner ersten Begegnung mit Sektmacher Vincent Eymann während der Rohkost zeigte er sich zurückhaltend, ruhig und besonnen. Deshalb schätze ich ihn als Genießertyp ein, und genau diesen Typus verkörpern die Sekte des Hauses. Inzwischen sind aus der Sektlaune fünf beeindruckende Sekte geworden, die einen ganz subtil um den Finger wickeln können. Brut bedeutet bei Vincent Eymann wenig oder keine Dosage, so kommt es, dass seine Sekte am Gaumen knackig und etwas salzig schmecken können. 

Der Geniesser: PINOT NOIR ROSÉ BRUT (17,90 Euro)*

„Ich habe mich für den Pinot Noir Rosé Brut entschieden, da er sehr gut den Stil und das Können des Weingutes verdeutlicht. Gerade Rosé Sekte offenbaren die hohe Kunst der Schaumweinherstellung, zu oft sind sie entweder nur fruchtig, lieblich oder mit Bitterstoffen am Gaumen wenig ansprechen. Bei diesem tiefgehenden Spätburgunder Rosé dagegen umspielen feine rote Früchte, eine Mineralität sowie ein Hauch von Brioche die Nase. Am Gaumen zeigen sich eine straffe, etwas würzige Struktur gezähmt von einer weichen Perlage und verfeinert von saftigen roten Waldbeeren. Perfekt, um Antipasti mit Serrano Schinken zu begleiten. Diesen Wein am besten im größeren Weinglas servieren, damit das Bukett sich voll entfalten kann!“

(Foto Vincent Eymann ©Lucie Greiner/Medienagenten)

Weingut Winterling, Niederkirchen bei Deidesheim

Vom Weingut Eymann reisen wir nach Niederkirchen zum Weingut Winterling, einem sehr etablierten Wein- und Sekthaus in der Pfalz. Das Gesicht von Winterling ist für mich Susanne Winterling. Wie ein gelb leuchtender Frühlingsbote erzählt sie mit viel Begeisterung – und sicherlich zum Tausendsten mal – von Crémant. Gemeinsam mit ihrem Bruder Sebastian führt sie das Weingut der Eltern mit viel Schwung weiter. Bewusst hat die Familie Winterling auf Crémant gesetzt, der durch sein unheimlich feines und cremiges Mousse besticht. Interessant ist, dass das heutige Wein- und Sektgut als reine Sektkellerei anfing, und erst im Laufe der Zeit kamen „Stillweine“ dazu. Näheres zu Crémantherstellung beschreibt Euch der Artikel „Winzersekt“.

Seit 2011 ist das Weingut biologisch zertifiziert. Es kommt nur Handlese, behutsame Pressung ganzer Trauben infrage! Nur das beste vom Saft wird für die Sektherstellung verwendet. Während der Versektung liegen die Hefereifezeiten mittlerweile bei 18 Monaten, viel mehr als die gesetzlich auferlegten 9.

Die Geschmeidigen: Winterling Crémant Auswahl

„Der BLANC DE BLANCS 2018 (13,- Euro)* , ein 100%iger Chardonnay, ist ein Charmeur. Fein und lebendig sind die Perlen im Glas, an der Nase verwöhnt ein fruchtiger Hauch von Pfirsich und Äpfeln, dazu gesellt sich ein frisches Röstaroma von Toast. Am Gaumen cremig und geschmeidig wirkt der Sekt durch reife, saftige Steinfrüchte und kandierte Zitronenschalen sehr harmonisch. Einfach charmant!“

„Mein Favorit ist der FLEUR DE ROSÉ BRUT (14,50 Euro)*, ein Cuvée von Spätburgunder und Chardonnay (teilweise im Holzfaßausbau), erinnert er mich an einen Waldspaziergang mit dem süßen Geruch von saftigen Walderdbeeren und würzigen Kiefernadeln. Ein leichtfüßiger und mineralischer Sekt, dem die zarten Butterbrotaromen gut stehen.“

Tipp: Verwunschenes Plätzchen
Deidesheimer Mäushöhle ©Nicole Wolbers

Inmitten der berühmten Riesinglage „Deidesheimer Mäushöhle“ liegt ein kleines Juwel versteckt. Auf einer Wanderung hatte ich mich über dieses tolle Fleckchen Erde gewundert. Eine terrassierte, eingefriedete Weinberganlage mit einer Picknickstelle und einem wunderbaren Ausblick über die gesamte Region! Eine Sandsteintreppe führt nach oben, aber – wie ich feststellen musste, – benötigt man einen Schlüssel. Und dieser Schlüssel gehört niemand anderem als dem Weingut Winterling. Im Rahmen seiner Rebstockpacht kann jeder Rebstock Eigentümer mit seinem eigenen Schlüssel, seinem Riesling beim Wachsen zuschauen. Ihr solltet bei Interesse beim Weingut nachfragen. Wenn’s klappt, auf alle Fälle dort ein Picknick veranstalten!

Sekthaus Krack, Deidesheim

Es waren einmal drei Brüder und eine Dame, die lebten glücklich und zufrieden in der Pfalz. Als sie groß waren, reifte in ihnen ein Plan: die Gründung eines erfolgreichen Sekthauses. So könnte man die Geschichte des Sekthauses Krack in ein Märchen mit gutem Ende packen.

Gegründet haben das Sekthaus Christian Krack und Anna Spanier, zur Seite stehen ihnen die Brüder Felix und Axel Krack aus Deidesheim. 2015 wagten sich die Sektmacher auf das prickelnde Parkett und legten schnell über die Grenzen der Pfalz hinaus einen steilen Aufstieg in der Sektbranche hin.

Bei Degustationen beeindruckt mich immer wieder der puristische Stil, der sicherlich – muss ich vorneweg sagen, nicht jedermanns Geschmack sein wird. Aber das ist auch gut so, denn das ist es, was Sekt ausmacht – die Vielfalt. Doch für alle, die animierende, salzige oder mineralische Champagner mögen, ist das Sekthaus Krack eine tolle Alternative!

Die Trauben stammen aus den umliegenden Weinbergen Deidesheims, wobei Riesling, Spätburgunder, Chardonnay, Weißburgunder und Pinot Meunier (Schwarzriesling) naturnah bewirtschaftet werden. Mindestens 16 Monate verbringt der Wein während der Versektung auf der Hefe, bevor er in Chargen degorgiert wird. Auch die Krack Sektmacher verwenden eine eher niedrige oder keine Dosage. Dies betont die gute Säurestruktur und lässt die zurückhaltende Fruchtigkeit am Gaumen knackiger erscheinen.

Der Mineralische: Krack Sekt Auswahl

Nach diesem Sekt solltet Ihr unbedingt Ausschau halten! Der GRANDE CUVÉE FREUNDESKREIS BRUT NATURE (26,- Euro). Für mich ist er der Signatur Sekt von Krack. Der Name ist Programm und der Sekt beeindruckt durch seinen Ausdruck. Der Grande Cuvée ist geradlinig, geschliffen und rauchig, das feine Perlenspiel umspielt zart den Gaumen. Vielfältige Aromen von Apfelkuchen und reifen Mirabellen sowie Hefewürze ergeben noch mehr Komplexität im Wein. Als Brut Nature (ohne Dosage!) perfekt balanciert. Klasse! Der Freundeskreis wird laut Auskunft von Anna Spanier im April 2021 wieder verfügbar sein!

(Fotos ©Sekthaus Krack)

Ein weiterer spannender Sekt aus dem Hause ist der ROSÉ PINOT BRUT 2017 (15,- Euro) *. Auch dieser Rosé ist ein Wein, dem man Zeit geben und sich auf ihn einlassen muss. Sobald sich der Sekt im Glas öffnet, wird er zugänglich und zeigt sich in seinen vielen Facetten. Spannungsgeladen und eigenwillig ist er ein herber Vertreter von Rosésekten. Die Nase umspielt ein lieblicher Duft von Granatapfel, schwarzen Johannisbeerblättern und feinem Lavendel. Dicht, rassig und herb am Gaumen, dabei sind auch frische Orangen und Ingwerwurzel zu schmecken. Diesen Sekt ist ein perfekter Begleiter zu Sushi, Salaten mit Lachsstreifen oder Rinderfilet Carpaccio. Probiert es einfach selbst aus!

Die jungen Sektmacher aus der Pfalz haben die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und dem 2018er Jahrgang ein neues Design verpasst. Die aktuelle Aufmachung betont sehr gut den puristischen Sekt Stil. Aus gut informierten Kreisen sickerte durch, dass wir in 2021 wohl noch spannendes aus dem Sekthaus Krack erwarten dürfen!

Weingut Reichsrat von Buhl, Deidesheim

Natürlich ist Sekt aus der Pfalz mit einem Namen verbunden, der in den letzten Jahren für viel Furore gesorgt hat – Mathieu Kauffmann. Der gebürtige Elsässer war lange Jahre Chef de Cave bei Champagne Bollinger, also ein Mann mit viel Erfahrung und Expertise, aber vor allen Dingen mit einer unbekümmerten Sicht auf deutschen (Riesling) Sekt. Als verantwortlicher Sektmacher hat er in der Pfalz einiges verändert. Unter seiner Expertise erscheinen die Sekte mineralischer, trockener sowie kraftvoller am Gaumen. Aktuell kommen wir in den Genuss, eine große Auswahl des Hauses Reichsrat von Buhl zu haben. 

In einem ausführlichen Porträt Hefeflüsterer trifft Marketingstratege habe ich Mathieu Kauffmann über seine Visionen interviewt. 

Gehobener Stil: Von Buhl Sekt Auswahl

Wer es mal mit einer anderen Art von Riesling Sekt probieren möchte, dem sei der RIESLING BRUT 2017 (14,90 Euro) ans Herz gelegt. Ein kompakter, cremiger Sekt mit viel Schmelz (Haselnuss), Mineralik, Frische und gelben Steinfrüchten. Allerdings ist der Wein nichts für Liebhaber stahliger und rassiger Rieslingsekte, wie man sie manchmal von der Mosel oder der Nahe kennt.

Der Wein zur Eröffnung des Suez Kanal

Am 17. November 1869 wurde der Suez Kanal mit bestem Rieslingwein aus dem Hause von Buhl eröffnet. 150 Jahre später wird diesem Tag mit einem außergewöhnlichen Sekt gedacht, dessen Grundwein u. a. aus der Großen Gewächs Pechsteinlage kommt. Der Suez Vintage Riesling 2015 Brut (29.90 Euro)* ist übrigens der erste Sekt des Hauses, der Bio zertifiziert ist! 

Schon im Glas gefällt mir der Riesling Sekt, zeigen sich feinste Goldnuancen und ein filigranes Perlenspiel. Autolytische Aromen wie Hefe sind nur Statisten im Hintergrund, die erste Geige spielen gekonnt in Szene gesetzte Fruchtaromen. Das Bukett zeigt tropische Früchte wie Ananas, saftige Steinfrüchte sowie gelbe Äpfel und herbe frische Roter Johannisbeere. Der Gaumen überzeugt durch eine Tiefe und Cremigkeit. Lagen von Mandeltörtchen sowie leckerem Cassis wechseln sich mit frischer Zitrusfrucht ab und wirken animierend. Wirklich ein schöner, harmonischer Wein mit viel Nachhall. Diesen Sekt könnt Ihr jetzt wunderbar genießen, aber er hat noch viel Potenzial zur weiteren Flaschenreife.

Neues Sektmacher Team in der Pfalz

Bei Reichsrat von Buhl haben seit November 2020 Dennis Geller als Weingutsdirektor sowie Gregor Hofer als Kellermeister das Ruder übernommen. Aktuell befindet sich das Weingut laut Auskunft des Weingutes in einem weiteren Entwicklungsprozess. Sicherlich kein einfaches Erbe, welches das neue Team bei von Buhl angetreten hat. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob und wie sich die Weine bei von Buhl verändern werden. 

Brandneu – Der Blanc de Blancs Prestige Brut (34,-)

Der ist so neu, dass ich ihn auch noch nicht im Glas hatte – hier habe ich für Euch ausnahmsweise die Beschreibung des Weingutes aufgeführt:

Das lange Hefelager bringt die typischen Briochenote und feine Röstaromen an den Start, sortentypisch die zarten Mandelnoten. Fruchtige Zitrusaromen, Anklänge von Honigmelone und ein Hauch Holunderblüte.

Quelle: Reichsrat von Buhl

Wein- und Sektgut Motzenbäcker, Deidesheim

Einen ganz anderen Ausdruck im Wein präsentiert Marie Menger-Krug aus Deidesheim, die man ruhig als Sektmacher eines modernen Sektverständnisses der Pfalz bezeichnen kann. Auf die Frage wie sie ihren Sekt herstellt, lautet die Antwort. “Der Weg zum Sekt führt nicht über den Wein, sondern direkt zum Sekt!” Dieser neue richtige Denkansatz ist wesentlich für einen hochwertigen und ausdrucksstarken Schaumwein. Der Grundstein für Qualität liegt nun mal im Weinberg! Seit Langem arbeitet das Weingut Motzenbäcker biodynamisch und legt dabei eine beeindruckende Kreativität an den Tag.

Die Ursprünglichen: Motzenbäcker Sekt Auswahl

So arbeitet Marie Menger-Krug mit Mondeichenfässer. Das sind Fässer, die an einem bestimmten Mondrhythmus geschlagen werden und sich durch eine besondere Festigkeit auszeichnen. Mittlerweile gibt es neben den Mond Stillweinen auch die Mondsekte wie der Mond Brut Nature (20,- Euro), ein Cuvée von Riesling und Chardonnay auf kühlen Böden gewachsen. Die Grundweine wurden ein Jahr lang im Mondeichenfass vergoren und anschließend zwei Jahre auf der Hefe gelagert.

Méthode Rurale

Aber Marie Menger-Krug ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat als eine der ersten in Deutschland die Ur-Form der Versektung reaktiviert. Ihre Sekte nach der Méthode Rurale (manche würden sie PET NAT nennen) sind speziell und vielleicht nicht jedermanns Geschmack, da sie oft mit einer gewissen Herbheit erscheinen. Nur in einer Gärung hergestellt, ohne Filtration, aber mit Degorgement, damit Klarheit in der Flasche und an den Aromen herrscht, sind diese Schaumweine Unikate.

Bei der Verkostung hat mir der Sauvignon Blanc Méthode Rurale 2017 (33,- Euro) sehr gut gefallen. Wunderbare Variante mit Prickel eines frischen und rauchigen Sauvignon Blanc – erinnert ein wenig an die Loire. Intensive Aromen von tropischen und grünen Früchten wie Paprika und Grass. Unheimlich belebend am Gaumen, aber mit einer hefigen Dichte und toller Komplexität. Sicherlich ein Sekt, der für Gesprächsstoff sorgt, – aber im positiven Sinne.

Der Verwöhnende: Blanc de Blancs Brut (16,- Euro)

Marie Menger-Krug beherrscht auch die klassischen Flaschengärer bestens. Diesen schmeichelnden Wein möchte ich Euch noch ans Herz legen, der Blanc de Blancs Brut* ist ein wunderbarer Chardonnay, dessen Grundweine teilweise im Barrique ausgebaut wurden. Kraftvoll und sehr animierend, aber butterzart mit einem Aromenspiel von frischem Brioche und gelben süßen Früchten. Eher ein milder Sekt mit schöner Spannung! 

Tipp: Essensbegleiter

Viele PET NAT (Pétillant Naturel) sind etwas kräftiger im Körper und bieten sich als ideale Essensbegleiter an. Probieren Sie doch beim nächsten Spargelessen oder herzhaftem Käse einen PET NAT dazu.

Sektmanufaktur Andres & Mugler, Ruppertsberg

Mit der Gründung der Sektkellerei 1989 haben sich die Winzer Michael Andres und Steffen Mugler einen Traum erfüllt und gehören damit zu den Pionieren in puncto Pfälzer Sekt. Mittlerweile sind sie gefragte Sektmacher geworden, über die Landesgrenzen der Pfalz hinaus! Aller Erfolge zum Trotz ist das Auftreten der beiden sehr bescheiden geblieben! Heute besitzt die Sektkellerei ihre eigenen Weinberge (Dank der beiden Familienweingüter) in besten Lagen in Deidesheim, Ruppertsberg und Maikammer, die nach den Prinzipien der Biodynamie bewirtschaftet werden.

“Wir wollen nicht nach außen wachsen, sondern nach innen”, so lautet ein Zitat der Sektkellerei ANDRES & MUGLER auf ihrer Webseite. Diesen Qualitätsanspruch kann man in der Tat schmecken!

Die Filigranen: Andres & Mugler Sekt Auswahl

Der RIESLING BRUT (13,50 Euro) ist ein erfrischender und mineralischer Riesling Sekt. Animierende Zitrus- und Steinfruchtnoten ergänzen den geschmeidigen Gaumen. Ein schöner Begleiter, wenn Sie Meeresfrüchte oder Fischgerichte servieren wollen. 

Schon sehr früh legten Andres & Mugler Wert auf Sekt als Cuvée, welches in den 1990 iger Jahren wenig verbreitet war. So ist der CHARDONNAY & AUXERROIS BRUT (17,- Euro) ein erfolgreicher Klassiker im Sortiment. Die Grundweine reifen im Barrique und genießen ein längeres Hefelager, bevor sie degorgiert werden, dadurch entsteht ein dichter und kompakter Sekt mit saftigen Aromen von Pfirsich und Mirabelle. Feiner Biskuit sowie eine schmelzige Struktur ergeben einen schönen harmonischen Schaumwein, der sowohl ein schöner Aperitif, aber auch gleich weiter zum Essen gereicht werden kann.

Frank John, Neustadt – Königsbach

Im Sektsegment bereits sehr etabliert hat sich das Weingut Frank John. Hier ist Wein und Sekt eine reine Familiensache. Neben Frank John sind seine Frau Gerlinde, Tochter Dorothea sowie Sohn Sebastian Akteure. Frank John ist von Beruf önologischer Berater und bekommt somit Einblicke in die besten Weingüter u. a. Deutschlands. Als sich 2002 die Gelegenheit ergab, das Weingut Hirschhorner Hof zu übernehmen, zögerte die Familie nicht. Eigentlich eine Konsequenz aus seiner Berufung, eigene Weine mit höchsten ökologischen, biodynamischen Ansprüchen zu produzieren. Besser noch, die Möglichkeit zu haben, auszutesten, was möglich ist! Dieses Weingut lebt wahrlich biodynamisch! Frank John konzentriert sich voll und ganz auf zwei Rebsorten, dem Spätburgunder und dem Riesling. Beim Sekt setzt er nur auf Riesling und zeigt, was Großes aus der weißen Traube entstehen kann.

Reduzierte Eleganz: Frank John Sekt Auswahl

Der 2015 RIESLING BRUT, BRUT -32- (22,- EURO) versprüht sogleich im Glas seine elegante Note. Begeisterndes Bukett von frischem Brot, Stachelbeeren sowie Apfel umspielen die Nase. Am Gaumen zeigt sich eine sehr feine und geschmeidige Perlage. Dennoch ist der Sekt straff und erfrischt mit einer animierenden Säure. Das harmonische Fruchtspiel von Grapefruit, reifen Birnen und gelben Äpfeln runden den Sekt ab, ab und an blitzen dezente Brioche Aromen auf. Schöner Nachhall, der mich ein wenig an Marzipan erinnert.

Familie John ©Frank John
Tipp: Verkostungsreihe

Selten hat man die Gelegenheit, den Einfluss von Hefereifezeiten/Alter zu probieren. Aktuell bietet das Weingut neben dem Rieslingsekt – 32 – auch den Rieslingsekt Brut mit – 41- (41,- Euro) und – 50-Monate ( 53,- Euro) Hefereife an. Vielleicht habt Ihr Lust, dies auszuprobieren?

Wer einen noch deutlicheren Unterschied heraus schmecken möchte, dem sei der 2010 Riesling Sekt Brut -100- (Magnum 285,- Euro) empfohlen. Allerdings gibt es diesen nur in der Magnum und in kleinen Mengen.

Aus den Tiefen des Meeres: Grand Marée Flaschengärung BIO (150 Euro)

Wie eingangs erwähnt, testet Frank John im eigenen Weingut auch mal das Machbare aus. So war der spektakuläre Fund von Champagner auf einem versunkenen Schiff vor England der ausschlaggebende Punkt für den folgenden Sekt. Erstaunlicherweise waren die Jahrzehnte lang im Meer versunkenen Champagnerflaschen durch das salzige Wasser sehr gut konserviert. Wie man lesen kann, schmeckte der Champagner etwas salzig, aber war von einer hervorragenden Qualität.

So machte sich Frank John auf die Suche und wurde im Norden Frankreichs fündig. 120 Flaschen des in Holz vergärten 2014 Jahrgangs wurden zur weiteren Versektung in etwa 60 Meter Tiefe versenkt und für 32 Monate reifen lassen! Man bedenke, ohne Sauerstoffzufuhr reift der Sekt sehr langsam. Der Grand Marée Flaschengärung BIO ist eine wirkliche Rarität in Deutschland und eigentlich nur in der gehobenen Gastronomie zu finden. Aber aktuell habe ich den Sekt auch bei ausgesuchten Weinhändlern für Euch gefunden. Neben dem Inhalt wird auch sicherlich die äußere Erscheinung der Sektflasche, die über und über mit Muscheln und Algen überzogen ist, beeindrucken. 

Für mich verkörpert der Stil von Frank John eine reduzierte Eleganz. Kühl und schlank, aber immer mit Spannung. Die Fruchtaromen drängen sich nie in den Vordergrund, sie schmücken den Sekt perfekt aus, erlauben dennnoch die Feinheiten des Rieslings zu erkennen. 

Sektkellerei Christmann-Kauffmann, Gimmeldingen

Uns erwartet als nächste Station der Weinort Gimmeldingen. Ein Ort, an dem das wohl Aufregendste in der Pfalz stattfindet – die Gründung eines Sekthauses, aber was für eines!

2019 war es so weit, aus einer Idee ist Wirklichkeit geworden, das Sektgut Christmann-Kauffmann wurde aus der Taufe gehoben. Ein Sekthaus, welches unter der Regie des renommierten VDP Weingut Christmann und Chef de Cave Mathieu Kauffmann sicherlich zu Höchstform auflaufen wird.

Biodynamisches Sektgut

Von Anfang an soll das Sekthaus ausschließlich biologisch-dynamisch arbeiten, denn das tut das VDP Weingut Christmann bereits seit vielen Jahren. 2020 konnte die erste Lese aus den neuen Weinbergen eingebracht werden. Auch in diesem Sektgut lautet die Devise: „Sekt soll schon im Weinberg entstehen!“ Riesling sowie die Burgundertrauben sollen von besten Weinbergen stammend später terroirbezogene Charaktersekte werden. Vor allem beim Riesling sieht Mathieu Kauffmann viel Potenzial, wie er mir in einem Interview einmal verriet. Man muss die Rebsorte verstehen und zum perfekten Zeitpunkt ernten. Alle weiteren Vinifizierungsschritte werden schonend gehandhabt, um zu keinem Zeitpunkt Bitterstoffe zu extrahieren. 

Langfristig plant das Sektgut alle Grundweine in Holz auszubauen, die nach Fußgröße variieren und eine Vielfalt an unterschiedlichen Grundweinen ergeben. Als Geschmacksprofil wird nur Brut Nature also ohne Dosage angeboten werden. Das ist mutig, denn die Dosage gibt dem Sektmacher die letzte Möglichkeit, stilistisch eingreifen zu können.

Terroir im Sekt

Aber dieser Anspruch entspricht vollkommen der Philosophie des neuen Sektgutes, welche ich folgendermaßen zusammenfassen würde: ”Große terroirbezogene Sekte aus perfekten Trauben, schonend zu bestem Grundwein verarbeitet und mit langen Reifezeiten veredelt, sollen entstehen!”

Doch so schnell wird es keinen Sekt aus von Christmann & Kauffmann geben. Aktuell wurde zwar der erste Grundwein zur zweiten Gärung in der Flasche abgefüllt, aber dieser Wein braucht Zeit, viel Zeit. Um dennoch Einblicke in die Entwicklung des Sektes zu geben, plant das Sektgut Christmann & Kauffmann Ende 2022 Chargen zur Verkostung abzufüllen. Bei diesem erfahrenen Sektmacher Team lohnt sich das Warten und wir können gespannt sein. 

Sektmacher der Südlichen Weinstrasse, Pfalz

Südliche Weinstrasse – Google maps ©Nicole Wolbers

Wein- und Sektgut Wilhelmshof, Siebeldingen

Ohne dieses Weingut gäbe es den mittlerweile so beliebten Blanc de Noirs nicht in Deutschland! Den Eltern von Barbara Roth vom Wein- und Sektgut Wilhelmshof ist zu verdanken, das sie in den 1980er-Jahren unbedingt einen deutschen Blanc de Noirs Sekt produzieren wollten. Es dauerte Jahre und Hartnäckigkeit sowie Verhandlungsgeschick seitens der Eltern, bis endlich das OK von der Landesbehörde kam. Damit wurde eine neue Ära in der Schaumweinproduktion Deutschlands eingeläutete, denn bis dato war ein Blanc de Noirs immer ein Champagner!

Erfinder des deutschen Blanc de Noirs

Das Weingut hat sich bereits im Rahmen der Winzervorstellung #sekttourdeutschland präsentiert, sodass Ihr Spannendes über das Weingut und die Sekte noch detaillierter finden könnt. Sehr amüsant und unterhaltsam schildert Barbara Roth in einem Interview zur Sparkling hour spannende Episoden von und über das Weingut Wilhelmshof.

Weingut Jürgen Leiner, Ilbesheim

Kommen wir zu einem, – wie ihn manche gerne nennen – Jungen Wilden Sektmacher der Südlichen Pfalz. Wie in vielen deutschen Weingütern, so hat sich auch im Weingut Jürgen Leiner der Generationenwandel vollzogen. Sven Leiner, der aktuell die Geschicke des Weingutes lenkt, hat seinen eigenen Weg eingeschlagen. Wie Frank John ist ihm die Biodynamie und das Wirtschaften im Einklang mit der Natur im Weingut wichtig. Er hängt dies nicht an die große Glocke, aber seit vielen Jahren arbeitet das Weingut nach biodynamischen Regeln und ist Demeter zertifiziert. 

“Ein guter Winzer, ist immer auch ein guter Beobachter”, schreibt Sven Leiner auf seiner Webseite. Damit ist eigentlich alles gesagt, beobachten und nur wenn notwendig, sollte der Winzer minimal agieren! Das bedeutet, der Weinberg soll im Wein schmeckbar sein. Es gelingt ihm mit seinen Weinen Spitzenqualitäten ins Glas aus der zu Unrecht oft unterschätzten Südlichen Pfalz zu bringen. Auf den Kalkböden um den kleinen Kalmit finden die Burgunderrebsorten perfekte Bedingungen. Naturnähe im Wein ist ihm wichtig, so kommt der Brut Nature ohne jegliche Zusätze aus. Aber das ist Sven Leiner noch nicht genug und er geht noch einen Schritt weiter: 

Der Ungewöhnliche: 16/17/18 BRUT NATURE (25 ,- Euro)

Die Zahlen im Namen des Sekts stehen stellvertretend für die Jahrgänge, also sind derer drei in diesem Cuvée vereint. Die Chardonnay und Spätburgunder Trauben werden im Tonneaux (großes Fass) aus Eiche durch vergoren und für ein bis zwei Jahre auf der Hefe ohne Schwefelzugabe liegen gelassen. Erst dann erstellt Leiner aus den ersten zwei Jahrgängen ein Cuvée, zu dem der dritte Grundwein – in diesem Fall der halb vergorene 2018 Jahrgangsgrundwein – dazu gegeben wird. Dieser noch mit Restzucker versehene Wein bringt auf natürliche Weise die zweite Gärung in Gang. Das Degorgieren erfolgt ohne Dosage und man schmeckt es. Ein Sekt, der straff und salzig am Gaumen ist. Ein Wein, den eine spannende Würze umspielt, also mit viel Tiefe, Steinfrüchten und kompakter Struktur am Gaumen. 

Ungewöhnlich ist, dass Leiner nur den Wein selbst als Starter für die zweite Gärung verwendet. Üblich ist es, einen Mix aus Wein, Hefe und Zucker dazuzugeben, aber sein Brut Nature ist unheimlich gut geworden.

Foto Hühner ©Unsplash

Der Hefetrübe: Bitches Brew (13,55 Euro), PET NAT

Diese Sonderabfüllung aus der LP Serie für den Weinladen Viniculture in Berlin möchte ich Euch nicht vorenthalten. Selten hat man die Gelegenheit, ein Cuvée aus Weißburgunder und Scheurebe zu genießen. Inspiriert von Miles Davis, dessen Musik man beim Verkosten gerne dazu laufen lassen könnte, ist das Geschmackserlebnis ein Fruchtbetontes und intensives. Tropische sowie weiße Früchte geben sich ein Stelldichein. Am Gaumen trocken, gewürzt mit Ingwer und Nelken ergeben diesen nicht alltäglich, aber umso spannungsreicheren PET NAT!  

Schallplatte Photo by Florencia Viadana on Unsplash
Tipp: Ungefilterte Weine

Wenn Ihr ungefilterte Schaumweine oder PET NAT trinken, aber keine Schwebeteile mögt, solltet Ihr den Wein vorab vorsichtig dekantieren. Um in den vollen Genuss der Aromatik und der Cremigkeit der Hefe zu kommen, empfehle ich, den Wein vor dem Öffnen leicht zu drehen, damit sich die Hefeteilchen vollständig im Wein verteilen können. Aber Achtung, beim Öffnen kann der Schaumwein manchmal etwas ungestüm aus der Flasche kommen, also ganz sachte öffnen.

Weingut Jülg, Schweigen

Weiter geht die Reise nach Schweigen an der Grenze zu Frankreich gelegen ist. Hier bewirtschaftet das Weingut Jülg rund 18 Hektar Rebfläche, welche überwiegend mit Burgunderrebsorten und Riesling bepflanzt sind. Ich saß in einem Lokal und vor mir stand ein gut gekühlter und schmackhafter Rosé im Glas. Neugierig las ich die Beschreibung auf der Sektflasche: Deutscher Crémant aus Frankreich?

Es stellte sich heraus, dass das Weingut ein Grenzgänger ist. Fast die Hälfte aller Weinberge liegen auf französischem Staatsgebiet rund um Wissembourg. Ein Überbleibsel aus der Zeit, als das Elsass zu Deutschland gehörte. Nachdem Wissembourg wieder französisch wurde, musst die Familie Jülg einen Pass vorzeigen, um an die eigenen Weinberge zu gelangen. Das hat sich Gott sei Dank mit dem Schengener Abkommen erledigt. 

Französisches Flair: Jülg Sekt Auswahl

Der Crémant Rosé 2017 (11,90 Euro) ist ein Cuvée aus Spätburgunder und Schwarzriesling. Die Grundweine werden im Stahltank ausgebaut, um die fruchtigen Aromen zu bewahren und das schmeckt man in der Tat! Frisch und feinfruchtig macht er viel Spaß im Glas! Kräuter, Wassermelone, saftige Beeren an der Nase und eine animierende Säure, feine Himbeeren sowie Würze am Gaumen ergeben einen unkomplizierten, guten Aperitif. Aktuell ist auch der 2018er Jahrgang auf dem Markt.

Gleichfalls bietet sich der 2018 Crémant Brut (11,40 €) als schöner Sommersekt an. Auch hier sind die Chardonnay und Weißburgundertrauben zum Teil französisch. Mit einer Frische und Mineralik bringt der Sekt Florale, Zitrus- sowie schöne Brioche Aromen ins Glas. Hervorragend als Aperitif oder zu leichten Fischgerichten sowie Meeresfrüchten.

Tipp: Grenzwanderung

Möchtet Ihr gerne einmal persönlich die Region erwandern und erschmecken, empfiehlt sich die tolle und entspannte Wandertour “grenzüberschreitender Rundweg durch die Weinberge. Die Tour führt Euch von Schweigen nach Wissembourg.

Quelle: Vis-a-vis-Pamina.eu

Pfalz – Bild von Matthias Böckel auf Pixabay

#SEKTENDECKT – WINZER STELLEN SICH VOR

Im Rahmen der Aktion #sekttourdeutschland habe ich ausgewählte Winzer gebeten, sich selbst und die Ideen hinter ihren Sekten vorzustellen. Hier nun die Weingüter aus der Pfalz:

WEITERE EMPFEHLENSWERTE PRICKELNDE WEIN- UND SEKTGÜTER
  • Weingut Karl Heinz Gaul, Grünstadt
  • Rings, Freinsheim
  • Bassermann-Jordan, Deidesheim
  • Bürklin-Wolf, Deidesheim
  • Oliver Zeter, Neustadt-Haardt
  • Heußler, Rhodt
  • Ökonomierat Rebholz, Siebeldingen
Blick vom Kalmitwingert, Ilbesheim ©DWI

Sektmacher der Pfalz – eine Region mit Potential

So schnell sind wir am Ende des Kapitels Sektmacher der Pfalz angelangt. Spannend, z. T. glamourös, aber auch kreativ war die Reise, wie die Geschichte von Sekt im Allgemeinen ist.

Auf meiner Reise hat es mich sehr gefreut festzustellen, dass trotz des deutlichen Trends, hervorragende Sekte aus Burgundersorten zu produzieren, dem Riesling ein hoher Stellenwert beigemessen wird. Viele Winzer heben den Rieslingsekt wieder zu seiner früheren Glorie empor. Das finde ich fantastisch, ist Riesling eine Möglichkeit, dem deutschem Sekt ein international einzigartiges Gesicht zu geben! 

Es prickelt in jeder Pfälzer Ecke und deutlich hat ein qualitatives Umdenken stattgefunden. Sekt wird als eigenes Weinprodukt gesehen, nur so kann die enorm hohe Qualität in der Flasche erklärt werden. Sekt ist nur so gut wie sein Grundmaterial und da hat sich auch in der Pfalz vieles zum Guten geändert! Ökologischer und nachhaltiger Weinbau spiegelt sich auch in der Sektproduktion wider, und zwar mit wunderbarem Geschmack!

 

Auf Wiedersehen Pfalz, Hallo Baden!

Ich könnte diese Liste beliebig fortführen, doch nach so viel Pfälzer Power freue ich mich auf unsere nächste Station. Die #sekttourdeutschland bringt uns in das Rotweinland und von der Sonne verwöhnte Baden. Aber auch jetzt weiß ich schon, die Winzer und Sektmacher dieser Region haben wieder tolle Geschichten für Euch parat und werden uns mit viel Kreativität und prickelnden Neuigkeiten bei bester Laune halten.


Falls Ihr Teile der #sekttourdeutschland verpasst habt:

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Titelfoto: Weingut Eymann ©Lucie Greiner – Medienagenten

Schloss Vaux – eine Vertikale
Rosé Réserve Brut 2017, Schloss Vaux (8/10)