Deutschland

#sekttourdeutschland – Weinregionen und ihre Winzer stellen sich vor!

Erschienen In: Neues | Schaumweinregionen

Endlich geht es los – die #sekttourdeutschland startet! 

Wie das Projekt entstand!

Auch die deutsche Schaumweinbranche ist von der aktuellen Krise rund um das Coronavirus stark betroffen, da viele Vertriebskanäle (z.B. Weinmessen) und Absatzmärkte (z.B. Gastronomie) stark eingebrochen sind. Und auch ich hatte Weinreisen geplant, um neue Winzer und Sekte für Euch kennenzulernen. 

Das Projekt #sekttourdeutschland ist spontan entstanden, um Euch das spannende Thema „Deutscher Sekt“ direkt in Euer Wohnzimmer zu bringen. Bei der Vorbereitung habe ich ausgewählte Winzer eingeladen, sich selbst, das Weingut sowie ihren Sekt vorzustellen. Virtuell könnt Ihr so neue Weingüter sowie die dazugehörige Region kennenlernen. Und wenn Euch ein Sekt besonders anspricht, dann könnt Ihr auch gleich über einen Link zu den Einkaufsmöglichkeiten kommen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Euer Interesse und die Unterstützung!

Warum #sekttourdeutschland?

Die Qualität der deutschen Schaumweine ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, und der deutsche Sekt wird national und international immer beliebter. Gerade viele kleinere Weingüter und Sekthäuser genießen einen exzellenten Ruf. 

Auf der #sekttourdeutschland stelle ich Euch jede Woche eines der deutschen Weinanbaugebiete vor. Dazu präsentieren ausgewählte Sekthersteller ihr Weingut und ihre Ideen hinter den Sekten. Das wird spannend – am besten macht Ihr es Euch zu Hause mit einem Gläschen Sekt gemütlich. Es wird eine stimmungsvolle und erlebnisreiche Reise durch das Sektland Deutschland. Zahlen und Statistiken spielen dabei weniger eine Rolle, diese könnt Ihr gerne auf den Seiten des Deutschen Weininstituts nachlesen.  

Die (junge) Geschichte des (deutschen) Schaumweins

Vor 7000 Jahren wurde der erste Wein der Welt in Georgien erzeugt, aber erst 50 vor Christus brachten die Römer Weinreben nach Deutschland. Seitdem ist Weinanbau bei uns fest verankert und gilt als eine der deutschen Traditionen. Aber seit wann gibt es eigentlich Schaumwein? 

Quelle: Deutsche Weine – Degorgieren des Sektes

Perlen im Wein waren lange ein unerwünschtes Nebenprodukt bei der Weinherstellung. Damalige Weine waren kaum gefiltert und hatten oft Zucker- und Hefereste. Wenn es im Winter kalt wurde, stellte die Hefe ihre Arbeit ein und der Kellermeister glaubte, der Wein sei durchvergoren. Sobald im Frühling die Temperaturen stiegen, wurde die Hefe aber wieder aktiv und der Wein gärte einfach weiter. Interessanterweise dauerte es sehr lange, bis man sich für diese Vorgänge im Wein interessierte.

Im 17. Jahrhundert bekamen die Engländer regelmäßig Fassweine aus Frankreich geliefert – unter anderem Weißweine aus der Champagne – die sie dann selbst in Flaschen umfüllten. Sobald die Umgebungstemperatur stieg, gärte die Hefe in den dünnwandigen, mit Stoff oder Wachs verschlossenen Flaschen weiter. Dadurch entstand immer mehr Kohlensäure, der Druck in der Flasche stieg an und führte letztlich dazu, dass die Flaschen regelmäßig explodierten. 

Zur Lösung dieses Problems ersetzte man die Stoffverschlüsse durch Eichenkorken und das traditionell dünne Flaschenglas durch das dickwandigere sogenannte verre anglais. Weil der Wissenschaftler Christopher Merrett zum ersten Mal beschrieb, dass man durch Zugabe von Zucker/Melasse und Hefe den Wein schäumen lassen konnte, kann man durchaus behaupten, das England die ersten Schaumweine nach der Méthode ancestrale herstellte. 

Währenddessen hielt man in der Champagne Perlen im Wein immer noch für fehlerhaft – verabscheuend wurde der Schaumwein sogar „Vin du diable (Teufelswein)“ genannt. Als die Champenoise merkten, dass dieser Wein in anderen Ländern mit Begeisterung aufgenommen wurde, machten auch sie sich Gedanken über Schaumweine. Ab 1730 wurde verfeinert und experimentiert, neue Techniken wie das Rütteln und Degorgieren erfunden, berühmte Champagnerkellereien wie Ruinart (1729) oder Moët (1743) wurden gegründet, und die Champagner fanden weltweit großen Anklang und verkauften sich zu Spitzenpreisen. 

Deutsche Wurzeln in der Champagne

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wanderten viele deutsche Unternehmer nach Frankreich aus und stiegen dort mit großem Erfolg in das Champagnergeschäft ein. Einige gründeten oder übernahmen Champagnerhäuser, die bis heute noch deutsche Namen tragen – wie z.B. Bollinger, Deutz, Geldermann, um nur einige zu nennen. Es gab aber auch Pioniere, die in Deutschland Unternehmen nach dem Vorbild der Champagne gründeten. So gründete Georg Christian Kessler aus Heilbronn, der bis dahin beim Champagnerhaus Veuve Clicquot gearbeitet hatte, 1826 die erste Sektkellerei in Esslingen am Neckar in der Region Württemberg

Quelle: Sektkellerei Kessler, Esslingen am Neckar
CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=331736

Bringe er mir Sect, Schurke!

Woher kommt eigentlich der Name Sekt? Die Legende erzählt, dass 1825 der Schauspieler Ludwig Devrient in Berlin nach einer Shakespeare Vorstellung in sein Lieblingsrestaurant ging. In beste Laune zitierte er seine Falstaff-Rolle: „Bringe er mir Sect, Schurke.“ Der Kellner, nicht wissend dass Devrient einen Sherry (damals „Sack“ genannt) trinken wollte, brachte ihm wie gewohnt seinen Schaumwein. 1860 war die Bezeichnung dann so weit verbreitet, dass alle nur noch von Sekt als deutschem Schaumwein sprachen. Das traf sich gut, da seit 1919 der Begriff „Champagner“ nur noch für Schaumweine aus der Champagne verwendet werden durfte. Diese Popularität gab dem Sekt weiteren Auftrieb, und 30 Jahre später gab es ca. 100 Erzeuger.

Kupferberg Sektkellerei, Mainz – Von Justus Blümer – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Goldene Zeiten

Im Laufe der Zeit änderten sich in England die Trink- und Essgewohnheiten – man verlangte nach einem herben Wein als Essensbegleitung. Dies war zum Vorteil für den herben Schaumwein aus Deutschland, der damals eher süßliche Champagner geriet außen vor. 

Letztlich war es der englische Hof, der Mitte des 19. Jahrhunderts Sekt aus Deutschland en vogue machte. Schon früh gab es für Wein aus Hochheim im Rheingau den englischen Begriff „Hock“, so wurde der Sekt von Rhein und Mosel ganz einfach als „Sparkling Hock“ weithin bekannt. 

Weil auch in Deutschland die Nachfrage immer weiter anstieg, schossen ab 1830 viele Sekthäuser aus dem Boden, selbst in „weinfernen“ Regionen wie Köln oder Niedersachsen. Die Hauptzentren der Sektindustrie aber lagen entlang des Rheins oder der Mosel. Städte wie Mainz, Wiesbaden, Trier und Koblenz wurden aufgrund des guten Sektgeschäftes wohlhabend. Noch heute könnt Ihr repräsentative Villen und riesige Kellergewölbe, die aus dieser Epoche stammen, bei einem Stadtrundgang bewundern. Und viele der damals gegründeten Sektkellereien stellen auch heute noch Sekt her, z.B. MM Matheus Müller in Eltville (1838), Deinhard in Koblenz (1843), Kupferberg in Mainz (1850) oder auch Kloss & Foerster in Freyburg an der Unstrut (1856, heute als Rotkäppchen bekannt). Nach dem Vorbild der Champagne bildeten sich immer mehr Markensekte heraus, dies sich einfacher und für mehr Geld vermarkten ließen. 

Der Erfolg auf der Weltausstellung in Paris 1867 setzte dem Sektrausch die Krone auf. Der Sekt „Rheingold“ der Kellerei Söhnlein gewann die Goldmedaille, und Sekt wurde so zum ernst zu nehmenden Konkurrenten des Champagners!

Sektkellerei Söhnlein & Co. – Rheingold Sect – Goldmedaille 1867

Zeit der Entwicklungen

Es war auch die Zeit, in der die meisten Entwicklungen bezüglich der Sektherstellung stattfand. 

  • Erfolgreich konnten Reinzuchthefen gezüchtet werden (1894 in Geisenheim, 1895 in Epernay): aus besonders guten Weinen wurden bestimmte Hefestämme sorgfältig isoliert und für eine kontrollierte und zuverlässige Gärung eingesetzt
  • In Frankreich tüftelte man an druckfesten, großen Behältern, in denen Sekt vergärt werden sollte
  • 1888 gründete sich die „Deutsche Schaumweinfabrik in Wachenheim“, die bereits diese neuen Behälter einsetzte
  • Später wurde die Filtertechnik erfunden, mit der man große Mengen an Wein in kurzer Zeit von der Hefe befreien konnte 

Die größte Veränderung sollte aber die Erfindung von Eugene Charmat mit sich bringen. 1920 entwickelte er ein Verfahren zur automatischen Herstellung von Schaumwein in einem Großdrucktank, das Charmat- oder Tankgärverfahren war erfunden! Diese beruhte auf die bereits auf das Patent des italienischen Önologen Federico Martinotti, Direktor des l’Istituto Sperimentale per l’Enologia di Asti. Er erfand gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine neue Technologie zur Herstellung schäumender Weinen in geschlossenen Behältern, die bis zu 6 bar aushalten konnten, doch mussten diese Rohsektweine weiter bearbeitet werden.

Schlagartig wurden bereits 1930 allein in Frankreich über 5 Millionen Flaschen mit dem neuartigen Verfahren produziert. (Quelle: Champagner.com)

AUS DEM EINSTIGEN LUXUSPRODUKT WIRD EIN ALLTAGSPRODUKT!

Nach dem zweiten Weltkrieg brach die Sektbranche stark ein. Erst die Reduzierung der Sektsteuer – 1922 von Kaiser Wilhelm II. zur Finanzierung seiner Flotte eingeführt – sowie die flächendeckende Einführung der neuen Technik führten dazu, dass es mit der Produktion wieder aufwärts ging. Dies ging zu Lasten der Qualität.

Die Schaumweinindustrie spaltete sich und beschritt verschiedene Wege. In Deutschland wandten sich viele Sektkellerein oder –güter von der „klassischen Flaschengärung“ – bis dato das einzige Verfahren – ab und führten das Tankgärverfahren ein. Bot sie doch eine Verbilligung der Schaumweinproduktion durch größere Mengen, kürzere Kellerzeiten und einfachere Handhabung. Dies führte dazu, dass der traditionell hergestellte Sekt stark um seine Marktanteile zu kämpfen hatte. Und Sekt wurde für viele Winzern zu einem billigen und süffigen Nebenprodukt.

Auch heute noch werden fast neunzig Prozent des gesamten Sektes (mit importiertem Grundweinen) von einigen wenigen großen Sektkellereien günstig nach der Tankmethode produziert.

Trendwende – Qualitätsbewusstsein 

Doch gab es schon seit den 1970er Jahren Vorreiter in Sachen „Spitzensekt“. Dazu gehört das Sekthaus Raumland in Rheinhessen. Volker Raumland stellte die herkömmliche Art des Sektmachens grundsätzlich in Frage und veränderte alles im Weinberg und im Keller, um hochwertigen Sekt zu produzieren. Man sollte das Terroir und die Qualität im Sekt schmecken können. Sekt sollte nicht mehr länger ein Billigprodukt sein, sondern zu einem Genussmittel werden! Im Rheingau strebten Sekthäuser wie Schloss Vaux, Sekthaus Solter oder auch die Sektkellerei Bardong ebenfalls diese Qualität an. In der Pfalz das Wein- und Sektgut Wilhelmshof und im Süden praktizierte dies u.a. die Privat-Kellerei Reinecker.

Volker Raumland und seine Töchter Marie-Louise (dunkler Haare) und Katharina (blond). Flörsheim Dalsheim – Fotograf: Oliver Rüther

Langsam aber stetig verschafft sich das neue Qualitätsbewusstsein in Punkto Sekt Gehör. Seit 2000 widmen sich bekannte Weingüter wie Van Volxem dem Thema Sekt und wollen den Saarsekt wieder zu Glanz und Glorie führen. Sekt in alter Tradition lässt auch das Weingut Gebrüder Simon an der Saar wieder auferstehen. Auch in der Pfalz regt sich viel Neues. Das Weingut Reichsrat von Buhl schaffte es mit dem Engagement von Kellermeister Mathieu Kauffmann, ein bisschen Champagne und viel Know-How nach Deidesheim zu bringen. Dies tat der Sektbranche gut, denn es beflügelte auch viele junge Sekthäuser durchzustarten – hier seien das Sekthaus Griesel oder auch das Sekthaus Krack genannt. Auch auf internationalen Weinwettbewerben wird mittlerweile der neue deutsche Sekt gelobt und mit Medaillen ausgezeichnet. 

Sekt wieder Qualität einhauchen

Aber diese bekannteren Namen stehen stellvertretend für viele meist unbekanntere Wein- und Sektgüter, die bestrebt sind, dem Namen Sekt wieder Qualität einzuhauchen. Aufgrund des immer besser werdenden Know-Hows zeichnen sich folgende Trends ab:

  • Selektion geeigneter Weinbergslagen
  • Biodynamischer bzw. biologischer Anbau
  • Lese wird genau abgestimmt, um optimale Sekttrauben zu ernten
  • Die Trauben werden selbst versektet oder zur Versektung gegeben
  • Sparsamer (bis keine) Verwendung von Schwefel
  • Spontangärung
  • Vorsichtige Pressung von ganzen Trauben
  • Traditionelle Flaschengärung steht wieder im Fokus
  • Längere (Hefe-) Reifezeiten (die meisten Winzer lassen den Sekt länger als die vorgeschriebenen neun Monate reifen)
  • Rieslingsekt zeigt Diversität im Ausbau und spiegelt das Terroir wider
  • Spät-, Weissburgunder, Schwarzriesling sowie Chardonnay werden verstärkt für die Herstellung von Winzersekt verwendet.
  • weniger Dosagezusatz

Sekt zeigt also endlich wieder Charakter! Dies hat sich auch der 2019 neugegründete Verband der Traditionellen Sektmacher zum Ziel gesetzt! Dieses wunderbare Engagement und die Vielfalt sowie die Schönheit der Anbaugebiete möchte ich Euch auf der #sekttourdeutschland näher bringen. 

Wo wird in Deutschland eigentlich Sekt angebaut?

In Deutschland gibt es genau 13 geografisch festgelegte Anbaugebiete

  • Ahr
  • Baden
  • Franken
  • Hessische Bergstraße
  • Mittelrhein
  • Mosel (früher Mosel-Saar-Ruwer) – Obermosel/Schiefermosel
  • Nahe
  • Pfalz
  • Rheingau
  • Rheinhessen
  • Saale-Unstrut
  • Sachsen
  • Württemberg.

Alle Regionen in Deutschland produzieren Sekt! Ausführlich werde ich in den nächsten Wochen auf die einzelnen Weinanbauregionen eingehen. 

Klima, Boden und Lage

Durchschnittlich liegen unsere Weinanbaugebiete um den 50º Breitengrad und zählen damit zu den nördlichsten weltweit, in denen überhaupt qualitativer Weinbau möglich ist. Wusstet Ihr, dass Tei­le der Mosel und des Rheins gemeinsam mit den eng­li­schen Weinregionen Sussex, Kent und Cornwall auf dem 51. Brei­ten­grad liegen? Auch dort wird sehr guter „English sparkling wine“ produziert! 

Für die Sektproduktion muss eine gewisse Kühle vorherrschen, damit die Trauben die für den Schaumwein so wichtige Säure bei der Reife nicht verlieren. Gleichzeitig muss genügend Wärme zum Ausreifen der Trauben vorhanden sein. Entgegen der landläufigen Meinung werden für gute Sekte die Trauben nicht unreif oder zu früh gelesen, aber auch nicht überreif. Der Winzer muss ein unheimliches Fingerspitzengefühl dafür mitbringen, wann die Trauben reif für die Lese sind. In sehr wechselhaften, trockenen oder extrem warmen Wetterperioden ist das wahrlich ein Pokerspiel!

Quelle: Photo by Alex Gorbi on Unsplash

Die Rebsorten

Welche Trauben werden nun für die Sektproduktion genutzt? Hier eine grobe geschmackliche Einordnung der wichtigsten Trauben – je nach Gusto des Winzers verschwimmen die Grenzen natürlich fließend:

  • Riesling, Elbling, Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc – rassig und säurebetont, aromentypisches Bukett
  • Chardonnay, Weißburgunder und Grauburgunder – vollmundiger, weicher, blumiger
  • Silvaner, Kerner – feinfruchtig und mit guter Struktur
  • Huxelrebe, Muskateller, Gewürztraminer – aromabetont, dezente Säure 
  • Spätburgunder (Pinot Noir), Schwarzriesling (Pinot Meunier), Dornfelder – samtig mit aromentpyischem Bukett

Fünfzig Prozent des Winzersekts sind aus Riesling, circa dreissig Prozent aus den Burgunderreben und die restlichen zwanzig Prozent werden aus den restlichen Rebsorten produziert. Aromatischer Sekt aus z.B. Muskateller, Gewürztraminer oder Sauvignon Blanc zeigen als Nischensekt eine weitere Variante, was Deutscher Sekt sein kann.

Doch noch Zahlen

Diese Zahlen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Sicherlich wisst Ihr, dass in Deutschland aktuell Riesling die am häufigsten angebaute Rebsorte ist. Allerdings legen die weissen Burgundersorten wie Grau- und Weissburgunder stark zu. Und auch rote Rebsorten sind auf dem Vormasch.  

Deutschland baut auf etwa 102.000 Hektar Rebfläche Weinreben an (inklusive der Trauben für Sekt), aber hättet Ihr gedacht, dass Bordeaux mit ca. 113.000 Hektar mehr Anbaufläche hat als alle deutschen Weinanbaugebiete zusammen? (Quelle: Deutsches Weininstitut)

Sekt und insbesondere Winzersekt ist ein Nischenprodukt und beansprucht am Gesamtkuchen Wein nur circa fünf Prozent. Von diesen fünf Prozent nimmt der Winzersekt gerade mal circa zwei Prozent ein.

Mit 286 Millionen jährlich getrunkener Flaschen sind wir international beim Schaumweinkonsum auf dem ersten Platz, gefolgt von Frankreich und Italien. Der Durchschnittspreis von 2,90 Euro steht für Discountersekt, einen guten Einstiegs-Winzersekt bekommt man ab 10 Euro.

Tabelle – schampuslounge.de

Die Qualitätsstufen

Ich beschränke mich auf der #setkttourdeutschland auf die hochwertigen Kategorien. Wer mehr erfahren möchte, sollte hier weiterlesen.

Vereinfacht dargestellt gibt es vier Qualitätsstufen:

  • Deutscher Sekt oder deutscher Qualitätsschaumwein (Trauben aus ganz Deutschland) 
  • Deutscher Sekt oder Qualitätsschaumwein b.A. (eines bestimmten Anbaugebietes) 
  • Crémant – Deutscher Sekt b.A.
  • Lagensekte (von einer bestimmten Lage) – Deutscher Sekt b.A.
Lagensekt „Goldloch“ – Schlossgut Diel

Der Lagensekt ist eine neuere Entwicklung, die nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Weinländern wie Spanien (Katalonien) stattfindet. Der Verband der Prädikatsweingüter VDP hat mit seinem neuen Sektstatut einen großen Schritt zur Qualitätsverbesserung getan. 

Ausblick

Auf unserer #sekttourdeutschland werden ausschließlich Sekte vorgestellt, die nach der traditionellen Flaschengärung hergestellt wurden. Diese Methode wird von vielen als die feinste und edelste Art gesehen, um Schaumwein zu produzieren. Wenn Ihr mehr über die verschiedenen Arten der Sektherstellung erfahren wollt, könnt Ihr hier nachlesen.

Quelle: Deutsches Weininstitut – Mosel

Erste Station der #sekttourdeutschland: die Mosel!

Nachdem wir jetzt schon einiges an Information über das Sektland Deutschland gehört haben, freue ich mich, Euch in den nächsten Wochen auf die virtuellen Reise #sekttourdeutschland mitzunehmen. Wir starten mit der wunderschönen Mosel. Ich werde Euch die Weinregion detailliert vorstellen, und die Winzer freuen sich, Euch über Ihr Weingut zu erzählen. Die Winzervorstellungen werden auch an dem #sektendeckt erkennbar sein. Zwischendurch spicke ich die Moselwoche mit wunderbaren Sektverkostungen. 

Bis zum nächsten Blog #sekttourdeutschland! #mosel

Und hier findet Ihr die Artikel über die einzelnen Anbaugebiete:

Beschwingter Secco Cuvée im Glas – Weingut Espenhof (7/10)
Mineralisch, geradlinig – Riesling Kalkstein Brut, Motzenbäcker – (8/10)