Pfalz

Die Pfalz (1) #sekttourdeutschland

Erschienen In: Neues | Pfalz | Schaumweinregionen

Die Pfalz – mit 23.684 ha das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands – kann stolz von sich behaupten, eine perfekte Weinanbauregion zu sein. Hier vereint sich die Kühle des Nordens mit der sonnigen Kraft des Südens. Hier macht sich der Frühling zuerst bemerkbar. Und hier blühen schon im März die Mandelbäume und geben den Startschuss für das Weinleben in einer Region, die viele auch als „die Toskana Deutschlands“ bezeichnen. 

Ackermann, Bildarchiv Südliche Weinstrasse e.V.

Perfekt dazu hat sich der Pfälzer Tourismusverband den einprägsamen Slogan „Zum Wohl. Die Pfalz“ ausgedacht. Nirgendwo kann man mehr Weinkultur erleben, sei es bei der Einkehr in den Wanderhütten, den Weinfesten oder in einer der zahlreichen Straußwirtschaften der Weingüter. Regionalität wird in der Pfalz großgeschrieben!

Dank

  • über 1800 Sonnenscheinstunden im Jahr
  • einer Durchschnittstemperatur von 11 ° C
  • vielen warmen Sommertagen sowie 
  • einem gut verteilten Niederschlag von durchschnittlich 600 mm im Jahr 

gedeiht hier die Pflanzenwelt bunt und prächtig! Mit Erstaunen stellt der Reisende fest, dass sogar in Deutschland ziemlich viel Exotisches wachsen kann. Angefangen von Palmen, Feigen-, Kiwi-, Pfirsich- bis hin zu Zitronenbäumen. 

Photo by Amber Engleon Unsplash

Das Weingebiet Pfalz

Die Pfalz als Weinanbaugebiet beginnt unterhalb von Worms (Rheinhessen) und zieht sich wie ein Band am Haardtgebirge entlang nach Wissembourg im benachbarten Elsass. 85 km Weinberge mit nur einer Breite von ca. 7 km schlängeln sich entlang des Rheins, ohne ihn je an seinen Ufern zu berühren. Interessant: die Weinbauregion Pfalz liegt im Süden von Rheinland-Pfalz und nimmt mit 5400 km2 nur knapp 5 Prozent der gesamten Fläche des Bundeslandes ein.

Durch Haardtgebirge und Pfälzer Wald im Westen sind die Weinberge im Oberrheingraben sehr gut vor Unwettern geschützt. An den leicht abfallenden Hängen der Haardt liegen Weinberge mit bestem Ruf, die schon im 19. Jahrhundert als privilegiert angesehen und durch das bayrische Königreich (zu dem die Pfalz damals gehörte) mit einer hohen Steuer belegt wurden. Für Stillweine sind z. B. die Lagen Linsenbusch, Reiterpfad in Ruppertsberg oder Ungeheuer (Forst), Freundstück (Deidesheim) oder der Gerümpel in Wachenheim ein Begriff. Mittlerweile werden bekannte Lagen auch zur Herstellung von Lagensekten verwendet. Dazu gehören u. a. der Dürkheimer Hochbenn (Bad Dürkheim) oder der Saumagen (Kallstadt). Und der Trend, „Lagensekt“ oder „Single Vineyard“ Schaumweine zu produzieren, wird sich in Zukunft sicher noch verstärken. 

Die französische Seite

Im Süden grenzt die Pfalz an das Elsass an, wo wir viele Gemeinsamkeiten finden:

  • Das Haardtgebirge ist eine natürliche Verlängerung der Vogesen, und die klimatischen Bedingungen sind in beiden Regionen ähnlich. 
  • Das französische Savoir vivre ist auch in der Pfalz zu spüren. Essen ist neben Wein ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. In beiden Regionen sind exzellente Restaurants und Gastwirtschaften zu finden. 
  • Wie im Elsass gibt es pittoreske Weindörfer, die sich entlang der „Route des vins d´Alsace“ und ihrem Pendant „Deutsche Weinstraße“ wie an einer Perlenschnur aufreihen. 
  • Die „Deutsche Weinstraße“ ist die erste ihrer Art in Deutschland. Seit 1935 verbindet sie 130 Weinorte zwischen Bockenheim und Schweigen an der elsässischen Grenze. Damit ist sie für die Region ein wahrer Tourismusmagnet.
Anbaugebiet Pfalz ©Deutsche Weine
Anbaugebiet Pfalz ©Deutsche Weine

Ähnlich wie das Weinanbaugebiet Mosel wurde auch die Pfalz in zwei Bereiche aufgeteilt. Die Grenze stellt Neustadt an der Weinstraße dar:

  • Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße im Norden (11.025 ha)
  • Südliche Weinstraße im Süden (12.000 ha )

Landschaftlich ist die Weinpfalz ein zum Teil hügeliges und bewaldetes Gebiet, wobei der höchste Punkt der Kalmit (672 Metern über NN) in der Nähe des Ortes St. Martin ist. 

Blick von Trifels Blickhütte , Pfälzer Wald, Pfalz –
Thomas Haltner, Bildarchiv Südliche Weinstraße e.V.

Klima, Boden & Reben der Pfalz

Neben den klimatischen Bedingungen stimmt auch die Bodenvielfalt dieser Region: von Buntsandstein über kalkhaltige Lehm- und Tonböden bis hin zu Muschelkalk- und Schiefertoninseln ist alles zu finden. Kein Wunder, dass die Pfalz auch in puncto Rebsorten sehr vielseitig und mit ca. 60 Millionen gepflanzten Rebstöcken in Deutschland führend ist. Dass Deutschland ein Weißweinland ist, wissen wir bereits – auch die Pfalz bildet da keine Ausnahme. 

Weiße – für Sekt relevante – Rebsorten

  • Riesling (24,9%)
  • Grauburgunder (7,7 %)
  • Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer, Auxerrois, Muskateller

Eindeutig gibt der Riesling beim Sekt den Ton an, gefolgt von den Burgundersorten sowie Chardonnay. Dennoch halten die Pfälzer den historisch bedingten Rebsorten wie Gewürztraminer, Muskateller und Auxerrois als Nischensekt die Treue. Gerade durch ihre Spitzen Rieslingsekte wie die vom Weingut Reichsrat von Buhl, Frank John, Weingut Egon Schmitt, Ökonomierat Rebholz, Motzenbäcker oder Weingut Wilhelmshof, – um nur einige zu nennen –  haben sich die Pfälzer Sektproduzenten einen Namen gemacht. 

Und noch ein Superlativ der Pfalz: mit 5894 ha Anbaufläche besitzt sie die größte Riesling Anbaufläche in Deutschland, die Mosel mit aktuell ca. 5400 ha landet da nur auf Platz zwei.

Rote Rebsorten

  • Dornfelder (12,1 % )
  • Pinot Noir / Spätburgunder (7,1 % )
  • Portugieser
  • Pinot Meunier / Schwarzriesling

 (Quelle: Deutsches Weininstitut)

Aufgrund des Klimas, der steigenden Qualität und des sich ändernden Kundengeschmacks werden die roten Rebsorten in der Pfalz immer wichtiger. Eine Spezialität der Region ist der frische Portugieser Weißherbst, ein Roséwein, der aus nur einer roten Rebsorte in Weißweinmanier hergestellt wird. Gute Weißherbst Sekte sind selten zu finden und eine Rarität. Mit Spätburgunder und Dornfelder wird heute Pfälzer Geschichte geschrieben. Als Stillwein erinnert mancher Dornfelder an kraftvolle südländische Rotweine. Dornfelder Sekt – der sogenannte Rotsekt – wird angeboten, doch haben mich bis jetzt die wenigsten Schaumweine überzeugt. Meist sind sie unheimlich süffig, mit leichter Restsüße und etwas schwer am Gaumen. Aber Ausnahmen bestätigten die Regel wie der Rotsekt vom Weingut Leonhardt in aktuellen Sektwettbewerben gezeigt hat. Dagegen trumpft der Spätburgunder zusammen mit dem im Schatten stehenden Schwarzriesling auf. Vor allen Dingen werden immer mehr weiß gekelterte Spätburgunder Sekte – sog. „Blanc de Noirs“ – aus der Pfalz angeboten, die wirklich höchsten Trinkgenuss bieten. 

Pfalz – das Touristenmekka

Neben gutem Wein wartet die Pfalz mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf. So lohnt sich ein Besuch der traditionsreichen Winzerorte wie Bad Dürkheim oder Deidesheim, aber auch umliegende Orte wie Rhodt oder Gleiszellen sind sehenswert.

Foto: Tourist Service GmbH Deidesheim
Radfahrer in der Winzergasse Gleiszellen
floriantrykowski.com, Pfalztouristik e.V.

Wie keine zweite Region in Deutschland ist diese Landschaft ein Historienbilderbuch. Das Mittelalter ist stets präsent, sobald man sich einmal in die Höhe begeben hat. Burg Trifels in Annweiler oder auch die Burgruine Drachenfels im Dahner Felsenland geben davon ein imposantes Zeugnis. Die beste Aussicht bietet die Madenburg, von der man  einen wunderschönen Blick über die Rheinebene hat.

Luftaufnahme Madenburg – Knut Pflaumer, Pfalz Touristik e.V.

Ein Meilenstein Deutscher Geschichte liegt in der Mittelhaardt, das Hambacher Schloss1842 wurde hier für Recht und Freiheit demonstriert und damit auch der Grundstein für den Pfälzer Schaumwein gelegt – dazu später mehr.

Eine perfekte Spielwiese für Outdoorfreunde, so könnte man die Pfalz auch bezeichnen. Kein Wunder, ist das Naturgebiet Pfälzerwald zusammen mit den Nordvogesen seit 1992 UNESCO Biosphärenreservat!

Über dem Weindorf Wandern –
Alina Becker, Bildarchiv Südliche Weinstraße e.V.

In dieser Landschaft könnt Ihr Euch so richtig austoben, egal ob beim Wandern, Radfahren oder Klettern.

Meine Empfehlung:

Die passende Wanderalternative ist aufgrund der vielen Höhenmeter die Kalmit-Felsenmeer-Tour. Diese abwechslungsreiche Wanderung durch das Felsenmeer bis zum Gipfel des Kalmits endet mit einer Einkehr in das bekannte Kalmithaus. (Quelle: Pfalz Touristik e.V. – Tourenplaner)

Wer es lieber etwas beschaulicher mag, dem sei der ca. 5 km lange Rundweg „Kleiner Kalmit“ ans Herz gelegt. Bei einer leichten Wanderung von Ilbesheim zur Erhebung „Kleiner Kalmit“ geniesst man das Rebenmeer und erhält zur Belohnung einen wunderbaren Blick über die Region. (Quelle: Deutsche Weine)

Aussicht Kleine Kalmit im Herbst
Thomas Haltner, Bildarchiv Südliche Weinstraße e.V.

Weinfest der Superlative

Wer einmal beim größten Weinfest der Welt, dem Dürkheimer Wurstmarkt, dabei war, weiß was „Savoir Vivre“ bedeutet. Der Markt findet jedes Jahr am zweiten und dritten Wochenende im September statt. Hier dreht sich alles um Genuss und Geselligkeit. Wie meinte Richard Grosche, ehemaliger Geschäftsführer des Weingutes Reichsrat von Buhl, während eines Interviews zu mir: „Auf dem Weinfest rücken die Pfälzer gerne mal zusammen, jeder unterhält sich mit jedem. Keiner sitzt allein und man ist schnell in Gesellschaft – so sind sie, die Pfälzer, gesellig!“

Ausdauer besitzen die Pfälzer, das muss ich zugeben. Müssen sie auch, startet doch die Weinfestsaison mit dem Mandelblütenfest (Neustadt-Gimmeldingen) im Frühjahr und endet erst mit St. Martin beim Martinus-Weinfest im November! 

Erlebnistag Deutsche Weinstrasse

Meine Empfehlung: 

Erlebnistag Deutsche Weinstraße – jedes Jahr am letzten Sonntag im August wird die Straße für Autofahrer gesperrt und verwandelt sich auf 85 Kilometer zu einer tollen Genießer-Radtour.

Karte: Deutsche Weinstrasse

Geschichte des Pfälzer Weinanbaus

In vielen Punkten ähnelt die Geschichte des Pfälzer Weinbaus der in den bereits beschriebenen Weinbaugebieten wie die Nahe. So reicht die Weingeschichte über Jahrtausende zurück. Fängt bei den Kelten an, reicht über die Römische Herrschaft, über Napoleon bis hin zur Klösterzeit. Wie in allen Regionen waren vor allen Dingen die Mönche maßgeblich an der qualitativen Reform und Weiterentwicklung des Weinbaus beteiligt. 

Einen großen Einschnitt in der Gesellschaft verursachte der Dreißigjährige Krieg, sorgte er doch für eine komplette Zerstörung der gesamten regionalen Infrastruktur sowie des Weinbaus. Auch die eingeschleppte Reblaus legte im 19. Jhd. den Weinbau für eine Zeit lahm, den Weinbauern ging es nicht gut. Zum Ende der napoleonischen Zeit wurde die Pfalz Teil (1815 bis 1918) des bayrischen Königreiches, und die Pfälzer Weinbauern waren wieder fremdbestimmt und unzufrieden. Das konnte man nicht länger hinnehmen. Unruhen wie die Julirevolution 1830 in Frankreich lösten Europaweite Aufstände mit dem Ruf nach Versammlungs-, Presse- und Handelsfreiheit aus. Als das bayrische Königreich seine Versprechungen nicht einhält, platzt dem Volk der Kragen: Es formiert sich 1832 das Hambacher Fest, oft als die „Geburtsstunde der deutschen Demokratie“ bezeichnet. Zum ersten Mal wurde die schwarz-rot-goldene Flagge gehisst, unsere heutige Nationalflagge!

Die Anfänge des Pfälzer Sektes liegen im Hambacher Schloss

Auch der Weinbauer Johannes Fitz aus Bad Dürkheim war beim Hambacher Fest dabei und führte beim Umzug die Fraktion der Winzer an. Als Reaktion verbot das Königreich Bayern sämtliche politische Versammlungen und wollte die Anführer zur Rechenschaft ziehen. So musste Johannes Fitz, der politisch sehr aktiv war und wegen seiner roten Haare auch der „Rote Fitz“ genannt wurdeflüchten. Sein Weg führte ihn nach Frankreich, in die Champagne. Dort lernte er die Champagnerherstellung kennen und kehrte zurück mit der Idee, „Champagner“ in der Pfalz zu erzeugen. 

Sektkellerei Fitz Ritter legt den Grundstein

Ab 1832 unterhielt er ein Weingut und brachte schon 1840 den ersten Moussirenden Haardt-Gebirgswein unter dem Firmennamen Fitz und Baust auf den Markt. Da Johannes Fitz immer noch unter bayrischer Beobachtung stand und im Hintergrund bleiben musste, wurde die Firma unter der Leitung seines Cousins Georg Peter Fitz und einem Kompagnon zum Königlich Bayerischen Hoflieferanten nominiert. Von nun an zierte das Wappen des Königs die Sektflaschen. 

Königliches bayrisches Wappen
Glasshouse, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons

In den 1860 er-Jahren exportierte das Weingut Fitz sogar Sekt und Wein in die USA. Das Geschäft ließ sich sehr gut an, und Johannes Fitz ließ 1842 den Dürkheimer Vigilienturm als Weinbergstempel errichten. (Quelle: Wikipedia).

Heute ist aus dem Weingut das bekannte VDP Weingut Fitz-Ritter geworden, die Sektkellerei firmiert eigenständig unter dem Namen Fitz KG. Somit ist sie die älteste Sektkellerei der Pfalz und die zweitälteste in Deutschland (die älteste ist die Sektkellerei Kessler in Württemberg). Auch heute noch befindet sich das Wein- und Sektgut in Familienbesitz und produziert Sekt nach der klassischen traditionellen Flaschengärmethode.

In Erinnerung an die Anfänge der Sektkellerei wird seit 2007 aus der Monopollage Dürkheimer Abtsfronhof, die im Jahre 1823 in den alleinigen Besitz der Familie Fitz kam, ein Premium Sekt produziert. Aktuell ist der Jahrgang 2017 des CHARDONNAY CRÉMANT BRUT * im Verkauf (19,- Euro).

Allerdings ist die Sektkellerei Fitz nicht das einzige Sekthaus mit einer langen Historie, denn im 19 Jhd. schossen Sekthäuser oder Schaumweinfabriken wie Pilze aus dem Boden. Champagner oder moussierender Wein waren en vogue, und die trinkfreudigen Kunden wollten immer mehr davon. 

Schloss Wachenheim – erste Aktiengesellschaft

So kaufte 1880 Georg Böhm, von Beruf Weinhändler, einen ehemaligen Adelssitz samt Weinberge und Äcker. Der Vorbesitzer hatte auf dem Gelände ein stattliches Barockschloss errichten lassen. Doch Georg Böhm hatte Anderes im Sinn: da er 1886 das Patent zur Schaumweinherstellung im Fassgärverfahren (Tankgärverfahren oder Charmat Methode genannt) erworben hatte, machte er aus dem Gut die „Deutsche Schaumweinfabrik Wachenheim“. 1892 als „Sektkellerei Schloss Wachenheim AG“ eingetragen ist sie eine der ältesten Aktiengesellschaften in Deutschland. 

Schließlich fusionierten in den 1990er Jahren die Trierer Sektkellerei Faber und die Schloss Wachenheim AG. Heute ist das Unternehmen weltweit aktiv und einer der führenden Hersteller von Sekt nach der Tankgärmethode. 2007 lag die Jahresproduktion bei rund 245 Mio. Flaschen (Quelle: Schloss Wachenheim AG).

In einer exklusiven Edition produziert Schloss Wachenheim auch flaschenvergärte Sekte, um die es sich auf der #sekttourdeutschland dreht. So sei der Sekt EDITION PLATIN CRÈMANT EXTRA BRUT (21,50 Euro) wie auch der CRÉMANT BRUT (11, – Euro), ein Cuvée aus dem Pfälzer gemischten Satz von Spätburgunder, Weiß- und Grauburgunder, Riesling, Schwarzriesling sowie Chardonnay zu erwähnen. Auch Schloss Wachenheim geht mit der Zeit und bietet einen Weißburgunder PÉT NAT BRUT NATURE (16,50 Euro) an! Die Sektkellerei bietet neben einem Museum auch Führungen zum Thema „Sektherstellung in der Pfalz“ an. 

Photo by Sylvie on Unsplash
Sektgläser – Photo by Sylvie on Unsplash

Wie sieht es aktuell in der Pfalz aus?

Heute gibt es circa 3000 Weinbetriebe in der Pfalz, und nur die Hälfte ist im Hauptbetrieb Winzer! Interessanterweise ist die Zahl der Betriebe, die in einem Jahr ihren Sekt bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz zur jährlichen Qualitätssekt-Prüfung anstellen, von 282 Betrieben seit dem Jahr 2008 auf 251 Betriebe im Jahr 2019 gesunken (Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz). Dieser Rückgang ist sicherlich durch weitere Fusionen von Weinbetrieben sowie erhöhten Anforderungen an die Sektproduktion zu erklären. Der Aufwand, guten Sekt zu machen, ist enorm und kostenintensiv.

#SEKTENDECKT – WINZER aus der Pfalz stellen sich vor!

Im Rahmen der Aktion #sekttourdeutschland habe ich ausgewählte Winzer eingeladen, sich selbst und die Ideen hinter ihren Sekten vorzustellen. In den nächsten Wochen stellen sich folgende Weingüter aus der Pfalz vor:Weingut Heußler – So interpretiert man Muskateller! Hier geht es zur Winzervorstellung!

Weingut Egon Schmitt – Wer ist Herr Schmitt & die Pinots? Hier geht es zur Winzervorstellung!

VDP Weingut Bergdolt – Hier geht es zur Winzervorstellung!

Wein- und Sektgut WilhelmshofHier geht es zur Winzervorstellung!

Weingut am NilHier geht es zur Winzervorstellung!

Allerdings ist Qualitätssekt immer noch ein Nischenprodukt, auch wenn es seit den 1990 igern eine zarte Aufbruchsstimmung gibt und man versucht, an die „goldene und hochwertige“ Zeit vor 100 Jahren anzuknüpfen. Pioniere gab und gibt es immer, Winzer die Visionen haben und nach exzellenter Qualität streben. So verfügt das Wein- und Sektgut Wilhelmshof der Familie Roth über eine lange Tradition in Punkto „Traditionelle Flaschengärung“, und das Weingut Winterling hat sich seit 1982 ganz der Crémant Produktion verschrieben. Auch die Sektkellerei Andres & Mugler widmete sich frühzeitig der Herstellung von Riesling Sekt.

Seit 2000 ist ein weiterer Schub in die Sektszene der Pfalz gekommen, neue Sekthäuser entstanden und gleichzeitig stellten viele renommierte Weingüter die Weichen für hochwertige Sektproduktion. Über diese spannenden Entwicklungen und die kreativen Macher der Pfalz werde ich im zweiten Teil der #sekttourdeutschland Pfalz berichten!

Christian Ernst, Südliche Weinstrasse e. V. Bildarchiv

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Titelfoto: Weinort Deidesheim ©Deutsche Weine

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Kallstadt Saumagen Riesling Brut – viel Potential! Weingut am Nil