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A wie Atmosphärischer Druck

Erschienen In: Basics | Bubbles 1x1 | Neues

Atmosphärischer Druck – Immer bei einer zweiten alkoholischen Gärung in einer geschlossenen Flasche – egal ob Champagner oder Schaumwein – entsteht Kohlendioxid, also CO2!

Da es nicht mehr entweichen kann, verteilt sich das Kohlendioxid auf die meist 0,75 Liter enthaltende Flüssigkeit sowie dem Freiraum zwischen Wein und Korken. In der Flüssigkeit ist das Co2 gelöst, im Freiraum liegt es als Gas vor.

Perlender Schaumwein

Der Druck im Flaschenhals übt einen enormen Druck aus. Zum Vergleich, ein Autoreifen weist einen Druck von ca. vier bar auf, in einer käuflichen Schaumweinflasche, die gut gekühlt ist, kann der Druck zwischen 3-6 bar liegen. Laut EU Klassifikation muss ein Wein ab 3 bar Druck als Schaumwein bezeichnet werden. Auch hängt der Druck stark von der Temperatur der Flasche ab: Je wärmer die Flasche, desto mehr dehnt sich CO2 aus und umso höher der Druck innerhalb der Flasche. Würde man den Sekt in der Sonne stehen lassen, kann der Druck auf bis zu 15 bar ansteigen. Das ist explosiv!

Durch das Entfernen des Drahtkorbes wird der Korken wie von selbst vom Innendruck herausgedrückt und erzeugt – unkontrolliert – einen Knall und das Überschäumen des Sektes! Der spontane Druckabfall durch das Öffnen der Flasche lässt das CO2 Gas ungehindert herausströmen und es kann sich ausdehnen. Deshalb muss das Öffnen einer Flasche kontrolliert geschehen, da es ansonsten zu Verletzungen oder Beschädigungen kommen kann.

Tipp zum „Kontrollierten Öffnen„:

  • Sektflaschen bei 6-8 Grad lagern, also gut kühlen!
  • Im circa 45 Grad Winkel öffnen!
  • Weg von Personen halten!
  • Zu jeder Zeit Korken und Drahtgestell mit einer Hand sichern!
  • Flaschenboden drehen und Korken festhalten bzw. kontrollieren!

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Titelbild: Chichi Onyekanne on Unsplash


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